| Bor | Dieser Text beschreibt Bor. Der untere Text beinhaltet die Bor Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Bor Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Bor fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Bor möglichst ausführlich zu halten.
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Bor Artikel
Dieser Artikel behandelt das chemische Element Bor Für andere Bedeutungen siehe Bor (Begriffsklärung).
Merkmale
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| Allgemein
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| Name, Symbol, Ordnungszahl
| Bor, B, 5
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| Serie | Halbmetalle
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| Gruppe, Periode, Block
| 13 (IIIA), 2, p
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| Dichte, Mohshärte
| 2460 kg/m3, 9,3
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| Aussehen | schwarz
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| Flammenfärbung | kräftig grün
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| Atomar
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| Atomgewicht | 10,811 amu
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| Atomradius (berechnet) | 85 (87)pm
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| Kovalenter Radius | 82 pm
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| van der Waals-Radius | k. A.
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| Elektronenkonfiguration
| [He]2s22p1
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| e- 's pro Energieniveau
| 2, 3
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| Oxidationszustände (Oxid)
| 3 (leicht sauer)
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| Kristallstruktur | rhomboedrisch
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| Physikalisch
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| Aggregatzustand (Magnetismus)
| fest (unmagnetisch)
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| Schmelzpunkt
| 2349 K (2076 °C)
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| Siedepunkt | 4200 K (3927 °C)
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| Molares Volumen
| 4,39 · 10-3 m3/mol
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| Verdampfungswärme | 489,7 kJ/mol
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| Schmelzwärme | 50,2 kJ/mol
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| Dampfdruck
| 0,348 Pa bei 2573 K
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| Schallgeschwindigkeit
| 16200 m/s bei 293,15 K
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| Verschiedenes
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| Elektronegativität | 2,04 (Pauling-Skala)
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| Spezifische Wärmekapazität
| 1,026 J/(kg · K)
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| Elektrische Leitfähigkeit | 1,0 · 10-4/m Ohm
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| Wärmeleitfähigkeit
| 27,4 W/(m · K)
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| 1. Ionisierungsenergie | 800,6 kJ/mol
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| 2. Ionisierungsenergie | 2427,1 kJ/mol
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| 3. Ionisierungsenergie | 3659,7 kJ/mol
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| 4. Ionisierungsenergie | 25025,8 kJ/mol
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| 5. Ionisierungsenergie | 32826,7 kJ/mol
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| Stabilste Isotope
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SI-Einheiten und Standardbedingungen werden benutzt, sofern nicht anders angegeben.
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Bor ist ein chemisches Element in dem Periodensystem der Elemente mit dem Symbol B und der Ordnungszahl 5.
Das dreiwertige seltene Halbmetall kommt angereichert in einigen abbauwürdigen Lagerstätten vor.
Bor existiert in mehreren Modifikationen. Amorphes Bor ist ein braunes Pulver. Vom kristallinen Bor sind mehrere allotrope Modifikationen bekannt.
Die thermodynamisch stabilste Form ist die β-rhomboedrische Modifikation. Sie hat eine komplizierte Struktur mit 105 Boratomen pro Elementarzelle.
Die einfachste allotrope Modifikation ist die α-rhomboedrische Form des Bors. Sie enthält 12 Boratome pro Elementarzelle.
α-tetragonales Bor, die als erstes dargestellte kristalline Form des Bors, ist tatsächlich abhängig von den Herstellungsbedingungen als B50C2 oder als B50N2 anzusprechen.
Die in den Modifikationen des Bors dominierende Struktureinheit ist der B12-Ikosaeder. Das metallische Bor ist schwarz, sehr hart und bei Raumtemperatur ein schlechter Leiter. Natürlich kommt es nicht vor.
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Wegen der hohen Ionisierungsenergie sind vom Bor keine B3+-Kationen bekannt. Die komplizierten Strukturen in vielen Borverbindungen und deren Merkmalen zeigen, dass die Beschreibung der Bindungsverhältnisse als kovalent, metallisch oder ionisch stark vereinfachend sind und durch einen Molekülorbital(MO)-Ansatz ersetzt werden sollten.
Die Elektronenkonfiguration 2s22p1 des Bors zeigt, dass ca. drei Elektronen für die Ausbildung von kovalenten Bindungen mit s, px, py und pz-Orbitalen zur Verfügung stehen. Dieser Elektronenmangel wird durch Ausbildung von Mehrzentrenbindungen und Elektronenakzeptorverhalten (Lewis-Acidität) kompensiert.
Bor ist durchlässig für Infrarotlicht. Bei Raumtemperatur zeigt es eine kleine elektrische Leitfähigkeit, die bei höheren Temperaturen stark ansteigt.
Bor besitzt die höchste Zugfestigkeit aller bekannten Elemente sowie die zweithöchste Härte, ca. übertroffen von der Kohlenstoffmodifikation Diamant.
Bor besitzt ähnlich wie Graphit gute Schmier Merkmale. Die Fähigkeit, über kovalente Bindungen stabile räumliche Netzwerke auszubilden sind ein weiterer Hinweis auf die chemische Ähnlichkeit des Bors mit seinen Periodennachbarn Kohlenstoff und Silizium.
Bis 400 °C ist Bor reaktionsträge, bei höheren Temperaturen wird es zu einem starken Reduktionsmittel.
Bei Temperaturen über 700 °C verbrennt es in Luft zu Bortrioxid B2O3.
Von siedender Salz- und Flusssäure wird Bor nicht angegriffen. Auch oxidierend wirkende, heiße konzentrierte Schwefelsäure greift Bor erst bei Temperaturen über 200 °C an, heiße konzentrierte Phosphorsäure erst bei Temperaturen über 600 °C. Löst man B2O3 in Wasser, so entsteht die sehr schwache Borsäure. Deren flüchtige Ester (am deutlichsten bei Trimethylborat) färben Flammen kräftig grün.
Eine der wichtigsten Forschungsdisziplinen der heutigen anorganischen Chemie ist die der Verbindungen des Bors mit Wasserstoff (Borane), sowie mit Wasserstoff und Stickstoff, die überraschend der Kohlenwasserstoffen ähneln (isoelektromisch ). Auch eine ganze Reihe organischer Borverbindungen (Borolsäuren u.a.) sind bekannt
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Die wirtschaftlich wichtigste Verbindung ist Natriumtetraborat (Borax) Na2B4O7 zur Herstellung von Isolierstoffen und Bleichstoffen (Perborate).
Weitere Anwendungen:
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- Keramikglasuren
- Pflanzenschutzmittel
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- Holzschutzmittel (wegen kleiner Giftigkeit)
- Flammschutzmittel für Platinen
- Kosmetikindustrie
- Düngemittel
- Entkeimem von Flugbenzin
- Borane
- Nachweis von niederen Alkoholen mit Borsäure (s. Trimethylborat)
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Borverbindungen (arabisch Buraq und persisch burah = borax (lat.) = borsaures Natron) sind seit Jahrtausenden bekannt. In dem alten Ägypten nutzte man zur Mumifikation das Mineral Natron, das neben anderen Verbindungen auch Borate enthält. Seit dem 4. Jahrhundert wird Boraxglas in China verwandt. Borverbindungen wurden in dem antiken Rom zur Glasherstellung verwandt.
Erst 1808 stellten Sir Humphry Davy, Gay-Lussac und Louis Jacques Thenard unabhängig voneinander durch Elektrolyse von Borsäure verunreinigtes Bor mit 50%iger Reinheit her. 1824 erkannte Jöns Jacob Berzelius den elementaren Charakter des Stoffes. Die Darstellung von reinem kristallisiertem Bor gelang dem amerikanischen Chemiker W.Weintraub in dem Jahre 1909.
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Bor kommt natürlich ca. in sauerstoffhaltigen Verbindungen vor. Große Lagerstätten befinden sich in den Vereinigte Staaten Amerika (Mojave Wüste), Türkei und Argentinien. Staßfurter Kalisalze enthalten kleine Mengen vergesellschaftetes Borazit .
Die größten Boratminen befinden sich in der Nähe von Boron (Kramerlagerstätte) in Kalifornien und Kirka in der Türkei. Abgebaut werden die Mineralien Tinkal, Kernit und Colemanit .
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Amorphes Bor wir durch die Reduktion von Bor(III)-oxid, B2O3, mit Magnesiumpulver hergestellt.
Kristallines Bor erhält man durch
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Elementares Bor in kleinen Dosen ist nicht giftig. Einige Borverbindungen wie die Borane (Borwasserstoffverbindungen) sind allerdings hochgradig toxisch und müssen mit größter Sorgfalt gehandhabt werden.
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Bor ist ein essentielles Spurenelement. Der menschliche Bedarf beträgt etwa 0,2 mg/Tag. Dosen über 100 mg/Tag können Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
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